How to Make a Faceted Classification and Put It On the Web
William Denton, November 2003
Übersetzer: Jan Jursa August 2005
Teil 2 von 2
Zwei Wege, das Facettenklassifikationssystem auf einem Computer zu speichern, sind das Verwenden von XFML oder einer relationalen Datenbank. Ich werde beide bezüglich der Geschirreiniger untersuchen. Für beide ist es wichtig anzumerken, dass es viel Arbeit sein wird, die Klassifikation zu ändern, nachdem sie implementiert worden ist. Im letzten Abschnitt haben wir gesehen, wie wirkungsvoll das Hinzufügen von zwei Facetten wäre. Was einen Absatz zum Erklären benötigt hat, wäre ungleich aufwändiger, es tatsächlich zum laufen zu bringen. Wenn Sie ein System entwerfen, um eine Klassifikation auf einem Computer zu speichern, machen Sie es so leicht wie möglich mit Änderungen umzugehen, aber unternehmen sie alles, um zu verhindern, dass das jemals notwendig sein wird. Die Gastfreundschaft und Flexibilität, die Kwasnick (1999, 40) als gute Eigenschaften von Facetten verzeichnet, kann in Weboberflächen gefunden werden, hat aber nur selten ähnliche übereinstimmende Qualitäten in der Software.
XFML (Exchangeable Facetted Metadata Language) ist eine in XML (Extensible Markup Language) geschriebene Auszeichnungssprache, und sieht folglich dem HTML (Hypertext Markup Language) ähnlich. Es wird verwendet, um Facettenklassifikationen in eine standardisierte, für Maschinen und Menschen lesbare Form zu bringen, die leicht zu speichern, zu übermitteln, und zu manipulieren ist. Die Spezifikation (Van Dick 2003) enthält die gesamten Anwendungsregeln. Wir werden hier gerade das Wesentliche behandeln.
Es gibt zwei Hauptelemente in XFML: facet und topic. Das facet-Element definiert die Facetten auf höchster Ebene. Es hat nur ein Attribut, id, das der Name sein wird, der intern verwendet wird, um die Facette zu identifizieren. Es kann eine Abkürzung oder Kennziffer sein, hier werden wir aber den vollen Namen verwenden:
<facet id="agent">Benutzer</facet>
<facet id="form">Form</facet>
<facet id="brand_name">Brand Name</facet>
<facet id="scent">Scent</facet>
<facet id="effect_on_agent">Wirkung auf Benutzer</facet>
<facet id="special_properties">Spezielle Eigenschaft</facet>
Das ist alles, was erforderlich ist, um die Facetten zu definieren. Das Definieren der Fokusse innerhalb jeder Facette wird ähnlich mit topic-Element (wie XFML Fokusse nennt) getan. Jedes Thema bezieht sich auf seine Elternfacette. Zum Beispiel, werden die Fokusse in der Markenname-Facette wie folgt definiert:
<topic id="cascade" facet_id="brand_name"><name>Cascade</name></topic>
<topic id="electrasol" facet_id="brand_name"><name>Electrasol</name></topic>
<topic id="ivory" facet_id="brand_name"><name>Ivory</name></topic>
<topic id="no_name" facet_id="brand_name"><name>No Name</name></topic>
<topic id="palmolive" facet_id="brand_name"><name>Palmolive</name></topic>
<topic id="presidents_choice"
facet_id="brand_name"><name>President's Choice</name></topic>
Noch einmal: das Id-Attribut ist ein interner Bezeichner. facet_id weist zur Facette, welcher der Fokus gehört, und innerhalb des name-tag befindet sich der eigentliche Name des Fokus.
Die Facette Wirkung auf Agent demonstriert, wie man Fokusse und Subfokusse einordnet. Erinnern Sie sich, dass der einzige Fokus in dieser Facette „Aromatherapie“ ist, der in „belebend“ und „entspannend“ unterteilt ist. Die Facette und ihr Inhalt können also beschrieben werden, indem zuerst die Facette und dann der Fokus definiert werden, und dann der Fokus mit den zwei Subfokussattributen parentTopicid verbunden wird:
[im Folgenden wird der englische Begriff Effect on Agent (Wirkung auf Agent) nicht übersetzt]
<facet id="effect_on_agent">Effect on Agent</facet>
<topic id="aroma_therapy" facet_id="effect_on_agent"><name>aroma therapy</name></topic>
<topic id ="invigorating" facet_id="effect_on_agent" parentTopicid="aroma_therapy"><name>invigorating</name></topic>
<topicid="relaxing" facet_id="effect_on_agent" parentTopicid="aroma_therapy"><name>relaxing</name></topic>
Wenn alle Facetten und Themen (Fokusse) definiert worden sind, können wir die Entitäten festlegen. Wir würden für jede eine Webseite erstellen (eine Beschreibung der Entität) und sie dann in der Klassifikation verorten. Zum Beispiel, würde die President's Choice antibakterielle Handseife und Spülflüssigkeit wie folgt aussehen:
<page url="http://www.example.com/dishdetergents/pc/ahsdl.html">
<title>President's Choice Antibacterial Hand Soap & Dishwashing Liquid</title>
<occurrence topicid="person" /> <!-- Benutzer Facette -->
<occurrence topicid="liquid" /> <!-- Form Facette -->
<occurrence topicid="presidents_choice" /> <!-- Markenname Facette -->
<occurrence topicid="antibacterial" /> <!—Spezielle Eigenschaft Facette -->
</page>
Das verknüpft die Entität mit ihren Facetten. An XFML ist mehr dran als das, aber nicht viel mehr. Wie Auszeichnungssprachen so sind, ist XFML ziemlich einfach.
Sobald die gesamte Klassifikation in XFML wiedergegeben worden ist, bleibt noch das Problem, wie man es benutzt. Es scheint wenig Open Source Software für XFML im Internet verfügbar zu sein, und es gibt keine voll funktionsfähigen, ständig aktualisierten XFML Bibliotheken für eine der Hauptprogrammiersprachen. Jedoch, weil XFML in XML geschrieben wird, kann jede der vielen XML Bibliotheken verwendet werden um damit umzugehen. Ein Programmierer kann kundenspezifischen XFML-behandelnden Code ohne viele Schwierigkeiten bauen. Es gibt ein kommerzielles Produkt, Facetmap, das XFML handhaben kann.
Die andere Möglichkeit ist das Klassifikationssystem in einer relationalen Datenbank zu speichern. Ich werde zuerst zeigen, wie man die Datenbank entwirft, und dann, wie man sie zum Suchen und Navigieren verwendet. Das Design beruht auf einem Entitätsbeziehungsmodell (Chen 1976). („Entitäten“ im Titel bedeuten hier etwas anderes, als wir es bisher verwendet haben, und um Verwirrung zu vermeiden, werden wir es in diesem Sinn nicht wieder verwenden.)
Wir beginnen, indem wir schauen, wie sich jede Facette zu den Entitäten verhält: ist es eine „eine zu vielen“ oder eine „viele zu vielen“ Beziehung? In unserem Beispiel, sind die meisten Beziehungen „eine zu vielen“: zum Beispiel, kann ein Markenname gleichzeitig von vielen Reinigungsmitteln verwendet werden. Eine Form kann die Form von vielen Reinigungsmitteln sein – es gibt mehrere Flüssigkeiten und mehrere Pulver - aber jedes Reinigungsmittel kann nur eine Form haben. Solche „eine zu vielen“ Beziehungen laufen auf einfache Datenbanktabellenstrukturen hinaus. Zum Beispiel wird die Markenname-Facette zur BRAND_NAME_T Tabelle. Jeder Fokus hat seine eigene Zeile und einen einmaligen primären Schlüssel:
|
PK |
BRAND_NAME |
|
1 |
Cascade |
|
2 |
Electrasol |
|
3 |
Ivory |
|
4 |
No Name |
|
5 |
Palmolive |
|
6 |
President's Choice |
Um dem Beispiel genüge zu tun, wird EFFECT_ON_AGENT_T stark vereinfacht. Die Wirkung auf den Agenten ist eine hierarchische Facette, und das sollte im Datenbankdesign gezeigt werden. Wie wir gesehen haben, ist das in XFML leicht umzusetzen, aber hier werden wir es als lediglich eine Liste behandeln, um uns nicht in Details zu verlieren:
|
PK |
EFFECT_ON_AGENT |
|
1 |
aroma therapy |
|
2 |
aroma therapy—invigorating |
|
3 |
aroma therapy—relaxing |
Die anderen Facetten sind alle ähnlich, abgesehen vom Geruch. Er ist anders, weil ein Reinigungsmittel mehr als einen Geruch gleichzeitig haben kann, zum Beispiel „Mandarine und grüner Tee“. Das erfordert eine „viele zu vielen“ Beziehung, die ein spezielle Tabelle benötigt um Reinigungsmittel und Gerüche zusammenzuführen. Wir werden uns das für den Schluss aufheben. Zuerst werden wir, wie mit den anderen Facetten, Geruch in der SCENT_T Tabelle auflisten:
|
PK |
SCENT |
|
1 |
green apple |
|
2 |
green tea |
|
3 |
lavender |
|
4 |
lemon |
|
5 |
mandarin |
|
6 |
ocean breeze |
|
7 |
orange blossom |
|
8 |
orchard fresh |
|
9 |
passion flower |
|
10 |
ruby red grapefruit |
|
11 |
ylang ylang |
Jetzt bauen wir die Tabelle, die fast alles zusammenfügen und die Reinigungsmittel beschreiben wird: ENTITY_T. Es wird ein Feld für den Namen der Reinigungsmittel haben, und weitere Felder, um alle „eines zu vielen“ Beziehungen zu behandeln. Hier steht, wie die zwei Beispielklassifikationen von Punkt 2.4 aussehen werden. Aus Lesbarkeitsgründen wird die übliche Zeilen- und Spalten-Sicht einer Datenbank mit einer Reihe pro Spalte gezeigt. Die Zahlen sind hier die primären Schlüssel der relevanten Zeilen der anderen Tabellen z.B, Zeile 6 in BRAND_NAME_T ist President’s Choice. Wenn die Tabelle oben nicht vollständig wiedergegegeben wurde, werden Zeilennummern aus den Facetten-Auflistungen in Punkt 2.4 abgeleitet.
PK: 1
NAME: President's Choice Antibacterial Hand Soap & Dishwashing Liquid
AGENT: 2
FORM: 3
BRAND_NAME: 6
EFFECT_ON_AGENT: (null)
SPECIAL_PROPERTY: 1
PK: 2
NAME: Palmolive Aroma Therapy, Lavender and Ylang Ylang
AGENT: 3
FORM: 3
BRAND_NAME: 2
EFFECT_ON_AGENT: 1
SPECIAL_PROPERTY: (null)
Beachten Sie, dass es keine Erwähnung des Geruchs gibt. Zuletzt bauen wir HAS_SCENT_T, wo wir Reinigungsmittel und Gerüche vereinigen, die primären Schlüssel der vorhandenen Tabellen verwendend: <
|
PK |
ENTITY |
SCENT |
|
1 |
2 |
3 |
|
2 |
2 |
11 |
Diese Tabelle sagt aus, dass die Entität mit primären Schlüssel 2 in ENTITY_T (d. h., Palmolive Aromatherapie, Lavendel und Ylang Ylang) mit Gerüchen 3 und 11 in SCENT_T (d. h., Lavendel und Ylang Ylang) verknüpft wird.
Die Datenbankstruktur ist jetzt abgeschlossen. Wir haben AGENT_T, FORM_T, BRAND_NAME_T, SCENT_T, EFFECT_ON_AGENT_T, und SPECIAL_PROPERTY_T, ein Tabelle für jede Facette. Wir haben ENTITY_T, um die Namen der Entitäten zu beherbergen und „eins zu vielen“ Beziehungen zu behandeln, und wir haben HAS_SCENT_T, um „viele zu vielen“ Beziehungen zwischen Entitäten und Geruch zu verknüpfen. Im Allgemeinen wird die Datenbank für Klassifikationen wie diese (Anzahl Facetten + Anzahl „eins zu vielen“ Beziehungen + 1) Tabellen erfordern.
Sobald die Tabellen bestückt worden sind und die Entitäten in der Datenbank gespeichert wurden, können wir SQL verwenden, um Navigation zu erzeugen und auf Benutzersuchanfragen zu antworten. Zum Beispiel, wenn die Website eine
„Stöbern nach Markenname“ Option hat, würde die Liste von Herstellern wie folgt aus der Datenbank gezogen werden:
select PK, BRAND_NAME from BRAND_NAME_T;
(Der Benutzer würde den primären Schlüssel nicht sehen, aber das System würde ihn speichern müssen) Der Benutzer könnte Palmolive wählen, dann am Ende eine „Stöbern nach Form“ Option auswählen, um zu sehen, welche Pulver, Gele und Flüssigkeiten Palmolive herstellt, unabhängig von ihrem Einsatzbereich, Geruch oder irgendwelchen besonderen Eigenschaften. Folgende Abfrage wird die Schlüssel der von Palmolive-Entitäten verwendeten Formen auflisten:
select FORM from ENTITY_T where BRAND_NAME = '5';
Wenn der Nutzer alle Information über alle von Palmolive hergestellten Reinigungsmittel sehen will, wird es diese Abfrage finden:
select e.*, s. SCENT from ENTITY_T e, SCENT_T s, HAS_SCENT h
where e.FORM = '5'
and h.ENTITY = e.PK
and h.SCENT = s.PK;
(Die „viele zu vielen“ Beziehung für Geruch macht die SQL Angaben länger als sie andernfalls wären.)
Suche ist leicht zu handhaben. Wenn dem Benutzer ein Menü angeboten wird, das jede Facette und ihre Fokusse verzeichnet, und die Möglichkeit gegeben wird zu wählen, welche besonderen Elemente er oder sie will, dann ist eine SQL-Anfrage leicht zu bauen. Zum Beispiel, wenn der Benutzer alle nach Zitrone duftenden Pulver sehen möchte (wobei „Pulver“ an vierter Stelle in FORM_T steht):
select e.*, s. SCENT from ENTITY_T e, SCENT_T s, HAS_SCENT_T h
where e.form = '4'
and h.scent = '4'
and h.entity = e.pk
and h.scent = s.pk;
XFML (Exchangeable Facetted Metadata Language) bietet alle Vorteile von XML (Extensible Markup Language), während relationale Datenbanken SQL (Structured Query Language) anbieten. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, das Design eines webbasierten Facettenklassifikationssystems zu entwerfen, wird das wählen müssen, was seinen oder ihren jeweiligen Gegebenheiten am besten entspricht: was schneller sein wird, Kenntnisse der Programmierer, technische Voraussetzungen und Beschränkungen innerhalb der Organisation, die Größe der Klassifikation, wie sich die Klassifikation auf die Entitäten beziehen wird, die sie organisiert und zukünftige Pläne. Für XFML spricht, dass diese Daten einfacher Text sind und von Hand geschrieben und editiert werden können, ohne irgendwelche speziellen Werkzeuge, und wir sahen, wie leicht es ist, mit hierarchischen Facettenauflistungen umzugehen. Andererseits, obwohl das Verwenden einer Datenbank eine gewisse Komplexität hinzufügt, sind SQL und relationale Datenbanken nicht nur sehr mächtig, sondern auch den meisten Programmierern vertraut. Es sind viele SQL-Bibliotheken für alle gängigen Programmiersprachen verfügbar.
Facetten und das Web gehen gut zusammen. Es ist einfach, dem Benutzer ein Menü von Facettenauflistungen zu zeigen und sie oder ihn wählen zu lassen, was von Interesse ist. Der Nutzer kann schnelle Entscheidungen treffen, indem er sich denkt „ich möchte etwas davon sehen, und hiermit, und ein wenig davon, und der Rest kümmert mich nicht", dann klickt er einen Knopf und sieht die Ergebnisse. Solche Systeme verbreiten sich immer mehr, und Benutzer werden mit ihnen immer vertrauter. Die gesamte Betrachtung aller am Facetten-ins-Web-stellen beteiligten Aufgaben ist außerhalb des Umfang dieses Beitrags, betrifft es doch Gebiete wie Informationsvisualisierung, Mensch-Computer-Interaktion, Design und Gebrauch von OPACs sowie Hypertext und/oder graphische Darstellung von Information. Ich werde einige der grundlegenden Probleme des Facetten-ins-Web-stellens besprechen und vorschlagen, wie man sie mit einfachem HTML und Javascript löst. Für eine tiefere Analyse sollte der Leser mit Rosenfeld und Morville (2002) beginnen, die alles über Informationsarchitektur und das Web abdecken, und Baeza-Yates und Ribeiro-Neto (1999), die alle Aspekte des Information Retrievals und Interface Design besprechen. Ebenso werden die IFLA (2003) Richtlinien für die OPAC-Displays von großem Nutzen sein, sogar für Leute außerhalb der Bibliothekswelt.
Es gibt zwei grundlegende Wege, eine Facettenklassifikation im Web nutzbar zu machen: Stichwortsuche oder facettenbasierte Navigation.
Bei Stichwortsuchen gibt der Benutzer ein oder zwei Wörter ein, um zu sehen, ob irgendetwas passt. Das System durchsucht dann die Facetten, Fokusse, und Entitätsbeschreibungen. Die Anzeige der Ergebnisse hängt von vielen Dingen ab: Zahl und Position jedes übereinstimmenden Stichworts, Größe und Natur der Klassifikation, die Natur der Entitäten und ihrer Beschreibungen, dem Benutzer, und der Absicht der Website. Was auch immer getan wird, sollte dem Nutzer helfen, die relevantesten Ergebnisse in möglichst kurzer Zeit zu finden. Wenn die Suchebegriffe Entitätsbeschreibungen entsprechen, sollten diese gezeigt werden - es gibt aber das Problem, wie man zu viele Ergebnisse behandelt. Das Abfragen von Facetten und Fokussen sollte auf der Seite Priorität haben: es wird weniger von ihnen geben, sie sind von größerer Wichtigkeit in der Klassifikation, und sie können als Startpunkte für die Navigation dienen. In der Geschirrreiniger-Klassifikation, zum Beispiel, sollte die Suche nach „Zitrone“ alle nach Zitrone duftenden Produkte zurückgeben, jedes unter seiner vollen Klassifikation verzeichnet. Der Benutzer könnte Details der Produkte betrachten, die verzeichneten Klassifikationen als Startpunkte für das weitere Browsen verwenden, oder die Suche mit zusätzlichen Begriffen verfeinern.
Effiziente Stichwortsuche wie diese erfordert ein gut geführtes kontrolliertes Vokabular, wie unter Punkt 2.4 erwähnt wurde. Solch ein System würde bedeuten, dass ein Benutzer, der nach Zitrus duftenden Reinigungsmitteln sucht, nach Zitrone-, Grapefruit-, und Orangen duftende Produkte sehen würde. „Zitrus“ erscheint in keinem Produktnamen, aber der Erbauer der Klassifikation könnte es einrichten, dass jeder der nach diesem Wort sucht, zu den beiden bekannten verwandten Wörtern gebracht würde. Abgesehen von solcherart kontrolliertem Vokabular ist eine Volltextsuche möglich – sofern die Entitäten aus Text bestehen (zum Beispiel, Artikel oder Bücher). Eine komplette Abhandlung dieser Suchmethoden ist außerhalb des Umfang dieses Aufsatzes (aber sehen Sie bei Rosenfeld und Morville [2002] nach um eine gute, webfokusierte Abhandlung des Themas zu bekommen), und der Rest der Diskussion wird sich auf Suchen konzentrieren, bei denen die Optionen des Benutzers kontrolliert sind. Der entscheidende Punkt ist, dass jede Suche dem Nutzer zeigen sollte, was übereinstimmt und wo es sich innerhalb der Klassifikation befindet, so dass der Benutzer entweder direkt zur gewünschten Entität navigieren oder nach verwandten Artikeln stöbern kann.
Es gibt drei Fragen, die es zu stellen gilt, wenn man den Bau einer Website plant. Um die Navigationswerkzeuge für Ihre Site zu entwickeln, ist es am besten, damit zu beginnen, angemessene Fragen zu finden und miteinander in Beziehung zu setzen.
1. Wollen Sie sich auf freie Navigation oder auf Navigation durch Auswahl konzentrieren? Erstere erlaubt es Benutzern, sich über eine Liste von Hypertextlinks von Seite zu Seite zu bewegen; die zweite Möglichkeit lässt Benutzer navigieren, indem sie Optionen in Formularen (einzelne oder multiple Auswahlmenüs, Radiobuttons oder Checkboxen) wählen und einen Submit Button klicken. Form-Elemente erlauben mehr Interaktion. Einzelne und multiple Auswahlmenüs unterscheiden sich in ihrer Größe auf der Seite, und dadurch, dass bei Letzterem mehr als eine Auswahl gleichzeitig getroffen werden kann. Checkboxen und Radiobuttons zeigen dem Benutzer eine Liste von Möglichkeiten, der eine Auswahl treffen muss, indem er einen Knopf neben einem Begriff aktiviert. Nur ein Radiobutton kann zur selben Zeit aktiv sein, aber bei Checkboxen können mehr als eine ausgewählt werden. Wenn Sie eine Fokussauswahl im Menü erzwingen, verwenden Sie einfache Auswahlmenüs oder Radiobuttons für „eine zu vielen“ Beziehungen, und multiple Auswahlmenüs oder Checkboxen für „viele zu vielen“ Beziehungen.
2. Was sind das für Facetten? Wie viele gibt es? Welche sind am wichtigsten? Wie lang sind die Fokussauflistungen? Variieren sie ausgiebig? Verwenden alle Entitäten nur einen Fokus von jeder Facette, oder gibt es einige „viele zu vielen“ Beziehungen? Sind es Bäume, Hierarchien, Zeitachsen, Listen oder Strukturen? Einfache alphabetische oder numerische Listen, oder Zeitachsen, können so dargestellt werden, wie sie sind. Hierarchien und Bäume müssen zum Verständnis speziell formatiert werden, vielleicht in eingerückten Listen. Zusammenklappbare Listen (wie sie bei den meisten graphischen Dateimanagern vorgefunden werden) werden von Benutzern gut verstanden, erfordern aber Javascript.
3. Wie viel Kontrolle über die Facettenanordnung (die Zitierordnung) werden Benutzer haben? Werden Sie auf eine bestimmte Struktur beschränkt werden, oder können sie Facetten nach Belieben umordnen? Facetten können umsortiert werden, indem jede eine ordinale („zweiter“) oder kardinale („2“) Nummer bekommt und es dem Nutzer erlaubt wird, die eigene Reihenfolge zu wählen, oder indem es dem Benutzer ermöglicht wird, mit Drag and Drop Form-Elemente auf die Seite zu ziehen (vielleicht mit Javascript und dynamischem HTML). Gewährt man dem Nutzer, Facetten umordnen zu können, gibt ihnen das eine Macht über die Klassifikation, die unmöglich auf Papier zu erreichen ist. Zwingt man dem Benutzer eine definierte Ordnung auf, macht man es dem Webmaster einfacher, aber es hält den Benutzer davon ab, einen der stärksten Vorteile von Facetten zu verwenden.
Vier allgemeine Grundsätze gilt es zu behalten:
1. Der Benutzer sollte keine Anfrage formulieren können, von der bekannt ist, dass sie zu keinem Ergebnis führt. Links und Form-Elemente können on the fly geändert werden, so dass, während der Benutzer einen Fokus aus einer Facette auswählt, sich die Fokussauflistungen in anderen Facetten so anpassen, dass die einzigen, die angezeigt werden, diejenigen sind, die zu möglichen Übereinstimmungen führen. Das wird dem Benutzers Zeit sparen. Zum Beispiel, unter den Geschirrreinigern, stellt Electrasol keine flüssigen Handwaschmittel her. Wenn der Nutzer beschließt, alle Electrasol Reinigungsmittel zu sehen, sollten die Auflistungen der Form- und Benutzer Facette beschränkt werden. Natürlich muss der Benutzer im Stande sein, zu sehen, was geschehen ist und erfahren, warum Auswahlmöglichkeiten nicht verfügbar sind.
2. Benutzer müssen immer wissen, wo sie innerhalb der Klassifikation sind. Zeigen Sie ihnen immer die Facetten und Fokusse, die sie gewählt haben, und legen Sie jede Stelle in der Klassifikation als Hypertextlink an. Jede Facette und jeder Fokus ist ein Dreh- und Angelpunkt, um welchen herum der Nutzer die Klassifikation umordnen kann. Jeder Hypertextlink ist eine Abzweigung, die von einer Dimension der Klassifikation in eine andere führt. Die Benutzer sollten in der Lage sein können, durch die Facetten und Fokusse nach Belieben hindurch zu reisen, und, wann immer sie mögen, sollten sie im Stande sein, den bisherigen Pfad anzupassen, oder einen Pfad zu wählen, um diesen zu verlassen. Dies – verbunden mit der Macht, die Facettenanordnung umzustrukturieren – macht es möglich, das volle Potential von Facettenklassifikationen im Web zu begreifen.
3. Nutzer müssen jederzeit ihre Anfrage verfeinern oder ihre Navigation anpassen können, um sehen zu können, was innerhalb der Klassifikation in der Nähe ist. Stellen Sie sich eine Reihe von Auswahlknöpfen vor, einen für jede Facette, alle hintereinander, jeder wie ein Drehknopf am Radio. Wenn der Benutzer die gewünschte Klassifikation eingestellt hat, sollte er im Stande sein, einen Regler hin und her zu drehen, um zu sehen, was in der Nähe ist. Den Markenname-Regler einzustellen würde sich auf alle anderen Markennamen auswirken. Anpassen des Form-Reglers würde sich auf Pulver, Gel und so weiter auswirken. Diese Schnittstelle kann nicht mit einfachen HTML gebaut werden, eine Art verknüpfte Browsing-Charakteristik ist aber erforderlich. Einer der Zwecke einer Klassifikation ist es zu zeigen, was einem gegebenen Ding ähnelt, und bei Facetten gibt es viele mögliche Arten von Ähnlichkeit.
4. Die URL ist die Notation für die Klassifikation. Sie sollte kompakt aber verständlich und editierbar sein. Wenn ein kenntnisreicher Benutzer sie untersucht, sollte er oder verstehen können, wie sie aufgebaut ist, und wie man durch Editieren zu anderen Entitäten geführt werden könnte.
Diese Fragen und Grundsätze behandeln alle am Facetten-ins-Web-einstellen beteiligten Probleme. Mit ihnen können alle Eigenschaften einer Facettenklassifikation im Web umgesetzt werden. Sie können zweifellos durch Testen und Forschen verbessert werden, aber sie demonstrieren, dass das Web ein perfektes Zuhause für Facetten ist.
Wenn Ihre Klassifikation in Zahl und Länge der Facetten klein ist, ist es wahrscheinlich am besten, das kontrollierte Suchen zu verwenden. Ordnen Sie alle Facetten auf der Seite wie bevorzugt an (sehen Sie sich hier <http://www.sematech.org/waferservices/find.htm> ein Beispiel dazu). Der Gebrauch von Checkboxen oder einzelnen (oder multiplen, wenn nötig) Auswahlmenüs erlaubt es dem Benutzer, von jeder Facette auszuwählen oder anzugeben, dass er – via Wildcard – alles sehen will, was passt. Lassen Sie auf der Ergebnisseite ganz oben das Suchformular sichtbar, damit der der Benutzer die Suche neu definieren kann. Lassen Sie, wenn Sie können, Benutzer Facetten umordnen.
Wenn Sie viele Facetten haben, oder diese lang sind, kann es besser sein, Benutzer die Seite Facette nach Facette hindurchnavigieren zu lassen. Lassen Sie Benutzer sich Schritt für Schritt ihren Weg in die Klassifikation vorarbeiten und schränken Sie die Auswahl von Entitäten immer mehr ein, bis eine Punkt in der Zitierordnung erreicht wird, wo die Genauigkeit hoch genug ist, dass Nutzer eine Liste von allen Übereinstimmungen sehen wollen (siehe <http://www.cmsreview.com/Directory.html>). Hierfür funktionieren Textlinks oder einzelne Auswahlmenüs am besten. Lassen Sie den Benutzer einen Fokus aus der ersten Facette wählen, präsentieren Sie dann eine Liste aller möglichen Auswahlen aus der zweiten Facette in der Zitierordnung, wobei Sie alle Fokusse auslassen, die zu toten Punkten führen. Der Benutzer kann so viele Facetten wie gewünscht durchgehen, und sich dann eine Auflistung aller Entitäten anzeigen lassen, die bis dahin übereinstimmen. Die gewählten Facetten können horizontal entlang der oberen Kante der Seite, oder vertikal entlang dem linken Rand verzeichnet werden. Lassen Sie Benutzer Facetten umordnen, wenn Sie können. Das Endergebnis davon wird dasselbe sein, als wenn die Klassifikation klein genug ist um auf einmal gezeigt zu werden, außer dass hier die Wahl sequentiell anstatt simultan getroffen wurde.
Dies sind bloß zwei Vorschläge von Möglichkeiten grundlegender Prinzipien. Jeder kann angepasst, und neue Kombinationen können gemacht werden. Gute Designgrundlagen (sieh Nielsen (2000)), müssen jeder Website zugrunde liegen und die Seite muss an Benutzern getestet werden: wenn diese aus all dem keinen Sinn machen können, ist die Klassifikation nutzlos. Adkisson (2003) untersuchte 75 eCommerce Webseiten um zu sehen, wie sie Facettenklassifikation verwendeten. Sie fand, dass 69% von ihnen Facetten benutzten. Davon boten 77% facettenbasierte Navigation an, 6% boten facettenbasierte Suche, und 17% boten beides an. Siebenundsechzig Prozent der Seiten mit Facettennavigation machten keinen vollen Gebrauch davon: sie ließen den Nutzer zu Anfang eine Facette wählen, um die Navigation der Seite von einem bestimmten Referenzpunkt aus zu beginnen, zeigten dann aber die Facettenoptionen nie wieder. Die erste Wahl des Benutzers war die einzige, die ihm oder ihr erlaubt wurde. Von den anderen Seiten ließen 28% den Benutzer andere Facetten auswählen, während er oder sie einen sich immer weiter einschränkenden Satz von Möglichkeiten und Ergebnissen navigierte. Vier Prozent ließen den Benutzer mit einem Suchinterface browsen, und erlaubten, über eine Auswahl suchähnlicher Popupmenüs, viele Auswahlen sofort zu treffen. Diese Ergebnisse zeigen, dass eCommerce Seiten ziemlich beschränkten Gebrauch von Facetten machen. Weitere Studien, wie Facetten im Web verwendet werden, und welche Schnittstellen am brauchbarsten sind, werden benötigt. Tatsächlich wäre mehr Forschung zu allen Aspekten, wie sich Facetten auf Mensch-Computer Interaktion und Informationsvisualisierung beziehen, berechtigt.
Ich habe alle Aspekte der Benutzung von Facettenklassifikation im Web behandelt: wann eine zu verwenden ist, wie man es macht, wie man sie auf einem Computer speichert und wie das Webinterface funktionieren sollte. Ich habe zum Bau einer facettenbasierten Web-Bedienoberfläche, ein sieben – Schritte Modell für die Entwicklung einer Facettenklassifikation, und fünf zu stellende Fragen und vier zu befolgende Grundsätze gegeben. Facettierte Systeme sind sehr mächtig, und ihre zunehmende Popularität im Web ist keine Überraschung. Sie werden sogar noch bekannter werden, daher ist es wichtig, sie gut zu entwerfen und einzusetzen. Alle Vorteile einer Facettenklassifikation können im Web komplett umgesetzt werden, was Benutzern eine Macht gibt, die sie mit einfacheren webbasierten Systemen oder mit Facettensystemen auf Papier, nicht hatten.
Vieles über all dies wird noch studiert werden müssen. Die gesamte Veröffentlichung hinweg, haben wir wichtige Fragen vieler Studienrichtungen beiseite legen oder ignorieren müssen, um die Diskussion überschaubar zu halten: die Philosophie der Klassifikation und Wissensorganisation; Details über Hierarchien, Bäume, und Paradigmen; wie man Klassifikationssysteme mit Benutzern überprüft; ob das hier beschriebene Modell zur Entwicklung eines Facettenklassifikationssystems annehmbar ist, und wie man das testet; Implementationsdetails zur Verwendung von XFML und relationalen Datenbanken um das Klassifikationssystem zu speichern, zum Beispiel, wie man Hierarchien in einer Datenbank behandelt; die meisten Aspekte, wie man eine gute Website entwirft, vom HTML das es am laufen hält, zu den Grundsätzen von Mensch-Computer Interaktion und Usability die es gut werden lassen und hauptsächlich welche Benutzerschnittstellen für Facetten am besten sind; und ob die fünf Fragen und vier Grundsätze zu Webschnittstellen gültig sind, und wie sie überprüft werden können. Einige der Themen werden reichlich anderswo diskutiert, aber die Einzelheiten meines Modells zur Klassifikationsentwicklung bedürfen der Prüfung, und der Gebrauch von Facetten im Web bedarf der Forschung.
Adkisson, Heidi P. 2003. Use of faceted classification. http://www.webdesignpractices.com/navigation/facets.htm (accessed 2 November 2003).
Baeza-Yates, Ricardo, and Berthier Ribeiro-Neto. 1999. Modern Information Retrieval. New York: ACM Press.
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——— 1975. Classification and indexing in science. 3rd ed. London: Butterworths.
Zu Teil 1 von 2 dieses Artikels.
WolfNoeding — 11.01.04 18:49
How to Make a Faceted Classification and Put It On the Web
William Denton, November 2003
Übersetzer: Jan Jursa August 2005
Teil 1 von 2
Dieser Beitrag folgt auf Putting Facets on the Web: An Annotated Bibliography, und ist der zweite Beitrag, den ich für Professor Clare Beghtol von der Faculty of Information Studies der Universität Toronto schrieb, an deren Kurs „Applying Faceted Classification in an Online World“ ich teilgenommen habe.
Facettenklassifikationen sind im World Wide Web zunehmend verbreitet, besonders auf kommerziellen Webseiten (Adkisson 2003). Das ist nicht überraschend - Facetten sind ein natürlicher Weg, Dinge zu organisieren. Viele Webdesigner haben sie wahrscheinlich unabhängig von einander entdeckt, indem sie sich fragten, „auf welche andere Weise würden Leute gerne diese Daten sehen? Was wäre ein anderer Weg es aufzuteilen?“ Ein Überblick der Literatur über das Anwenden von Facetten auf das Web (Denton 2003) zeigt, dass Bibliothekare es für eine gute Idee halten, aber unsicher sind, wie sie es umsetzen sollen, während sich Web-Fachleute, die es bereits machen, S.R. Ranganathans, der Classification Research Group und Jahrhunderte alter Geschichte hinter Facetten, nicht bewusst sind.
Dieser Beitrag wird versuchen, diese Kluft zu überbrücken, indem Verfahren und Kniffe bei allen Schritten dargestellt werden, die bei der Erstellung von Facettenklassifikationen und deren Bereitstellung im Web relevant sind. Webleute werden von einem strengen Sieben-Schritte Prozess profitieren, dem sie folgen können, um eine Facettenklassifikation zu erstellen, und Bibliothekare werden davon profitieren, indem sie lernen zu verstehen, wie man solche Klassifikation auf dem Computer speichert und im Web verfügbar macht. Diese Veröffentlichung ist sowohl für Webmaster und Informationsarchitekten gedacht, die nicht viel über Bibliotheken und Informationswissenschaft wissen, als auch für Bibliothekare, die nicht viel über das Erstellen von Datenbanken und Websites wissen. Die Klassifikationen sind für kleine und mittelgroße Gruppen von Dingen gedacht, für öffentliche oder private Websites, bei denen der Bedarf besteht, Begriffe zu organisieren, die in keine vorhandene Klassifikation passen. Die Absicht dieses Beitrags ist es sicher nicht, zu zeigen, wie man eine weitere Universalklassifikation erstellt, noch zu beschreiben, wie eine Bibliothek, die ein facettiertes Klassifikationsschema benutzt, ihren Katalog online stellen kann.
Es gibt vier Hauptabschnitte in diesem Artikel: wann man eine Facettenklassifikation macht, wie man eine macht, wie man sie auf dem Computer speichert und wie man Sie im Web zum funktionieren bringt. Ich werde mich auf die mittleren beiden Abschnitte konzentrieren. Die Frage wann Facetten zu benutzen sind, ist nicht besonders schwer (generelle Fragen über Sinn und Nutzen von Klassifikationen außer Acht gelassen). Detaillierte Ratschläge über Design und Implementierung einer guten Website liegen außerhalb dieses Beitrags und verlangen eine begleitende Website mit Beispielen zum besseren Verständnis – ausgezeichnete Hinweise finden Sie bei Nielsen (2000). Im letzten Abschnitt biete ich einige Richtlinien an, was zu beachten ist, wenn man Facetten ins Web stellt, die Diskussion ist aber nicht sehr ausführlich. Die beiden mittleren Abschnitte über das Erstellen und Speichern einer Facettenklassifikation werden weitaus umfangreicher behandelt.
Was sind Facetten? Denken Sie an ein bekanntes Beispiel, Wein. Jeder Wein hat eine bestimmte Farbe. Er kommt aus einer bestimmten Gegend. Er wird aus einer bestimmen Art (oder einem Gemisch) Trauben hergestellt. Das Jahr seiner Weinlese ist bekannt. Eine bestimmte Qualität wird von den Zuständigen im Herstellerland garantiert. Er kommt in einem Behältnis mit einem bestimmten Volumen. Er hat einen Preis. Eine Liste mit allen Weinen könnte erstellt werden, aber sie wäre sehr lang und unhandlich. Im Web würde es bedeuten, seitenlang endlose Unterteilungen durchzuskrollen – schwierig zu benutzen und schwierig zu durchsuchen. Mit Facetten können wir eine handvoll Kategorien aufstellen, die – sich gegenseitig ergänzend – Weine vollständig beschreiben: Farbe, Herkunft, Traube, Jahr, Bezeichnung, Volumen, Preis. Jede Kategorie ist mit den entsprechenden Begriffen bestückt und angemessen organisiert. Dann wird jede Flasche durch Auswahl der richtigen Begriffe aus jeder Kategorie klassifiziert. Das ist facettierte Klassifikation: eine Gruppe gegenseitig eindeutiger und sich gemeinsam ergänzender Kategorien, jede durch Isolierung einer Perspektive des Gegenstandes entstanden (einer Facette), die sich zusammenfügen, um alle fraglichen Objekte vollständig zu beschreiben. Mit Hilfe dieser Facetten können Benutzer durch Suchen und Stöbern das finden, was sie benötigen.
Facetten und das Web ergänzen sich ausgezeichnet. Barbara Kwasnick (1999, 39) sagte: „Der Gedanke der Facetten beruht auf dem Glauben, daß es mehr als einen Weg gibt die Welt zu sehen, und dass sogar die Klassifikationen, die als stabil betrachtet werden, tatsächlich provisorisch und dynamisch sind. Die Herausforderung ist es, Klassifikationen zu bauen, die flexibel sind und neue Phänomene aufnehmen können“. Und nachdem sie erstellt worden sind, ist die Herausforderung, sie leicht handhabbar zu machen. Mit Hypertext und dem Web sind dynamische Sichten nur einen Mausklick entfernt. Facetten bilden ein multidimensionales Organisationsschema, und Webbrowser sind ein einfaches und bekanntes Werkzeug, um durch viele Dimensionen hindurch zu navigieren. Alle Vorteile von Facettenklassifikationen können im Web verwirklicht werden. Bevor wir allerdings diskutieren können, wie dies geschieht, müssen wir zunächst betrachten, wann Facetten zu benutzen sind.
Kwasnick (1999) identifiziert vier klassifikatorische Strukturen: Hierarchien, Bäume, Paradigmen, und Facetten. Wenn eine der ersten drei brauchbar ist, benutzen Sie diese. Wenn ein anderes Ordnungsprinzip funktioniert – wie eine Zeitachse oder das Sortieren nach Größe – verwenden Sie es. Das Design der Klassifikation muss ihrem Zweck folgen, und verschiedene Dinge können unterschiedlich zu verschiedenen Zwecken klassifiziert werden, und unterschiedliche Strukturen erfordern. Wenn alle genannten Strukturen ungenügend erscheinen, betrachten sie Facetten.
Hierarchien und Bäume (stellen Sie sich eingerückte Listen vor) sind am besten, wenn die fraglichen Entitäten als eine Dimension der Klassifikation angesehen werden. Hierarchien teilen und unterteilen Dinge in Gruppen, wobei jede neue Gruppe eine Untergruppe ihrer Elterngruppe ist; alles, was auf eine Gruppe zutrifft, trifft auch auf ihre Untergruppen zu und so weiter (Kwasnick 1999, 25). Die Linne'sche Taxonomie der Lebewesen ist das klassische Beispiel dafür. Bäume haben im Gegensatz dazu keine Vererbungsregeln (Kwasnick 1999, 30). Beispielsweise, enthält Nordamerika Kanada, die Vereinigten Staaten, und Mexiko, und Kanada enthält zehn Provinzen und drei Territorien, aber Ontario ist nicht eine Art Kanada, und Kanada ist nicht eine Art Nordamerika.
Ein Paradigma ist eine zweidimensionale Klassifikation (stellen Sie sich ein Spreadsheet vor). Benutzen Sie Paradigmen, wenn es zwei unabhängige Aspekte zu berücksichtigen gibt. Kwasnick (1999, 35-36) verwendet das Beispiel von Begriffen, die Verwandtschaftsbeziehungen beschreiben, die in einem Gitter, mit dem Geschlecht (Mann/Frau) entlang einer Achse, und der Beziehung (Elternteil, Geschwister, die Geschwister des Elternteils) entlang der anderen Achse organisiert werden können. Das Vergleichen englischer und polnischer Begriffe für die verschiedenen Beziehungen zeigt, dass „Vetter“ vier verschiedene polnische Termini abdeckt, die das Geschlecht des Vetters oder welcher Seite der Familie er angehört, nicht ignorieren.
Facetten können mit drei oder mehr Dimensionen der Klassifikation umgehen. Wenn es, zum Zwecke der Klassifikation, möglich ist, Entitäten durch drei oder mehr sich gegenseitig ausschließende und sich gemeinsam ergänzende Kategorien zu organisieren, dann sind Facetten wahrscheinlich die passende Klassifikation. Facetten können verwendet werden, um die gesamte Welt des Wissens oder die Kleidung in Ihrem Schrank – oder irgendetwas dazwischen – zu organisieren. Die Doppelpunktklassifikation von Ranganathan und die Bliss Klassifikation, die im folgenden Abschnitt besprochen werden, sind Universalklassifikationen. Wir werden auch Beispiele von einigen kleineren Klassifikationen sehen.
Kwasnick (1999, 40-42) verzeichnet mehrere Dinge zu Gunsten von Facettenklassifikationen: sie erfordern keine kompletten Kenntnisse der Entitäten oder ihrer Beziehungen; sie sind gastfreundlich (können leicht neue Entitäten aufnehmen); sie sind flexibel; sie sind ausdrucksstark; sie können ad hoc und flexibel sein; und sie ermöglichen, viele verschiedene Perspektiven bzw. Herangehensweisen in Bezug auf die so klassifizierten Dinge.
Kwasnick verzeichnet drei Hauptprobleme: die Schwierigkeit, die richtigen Facetten zu wählen; die fehlende Möglichkeit, die Beziehungen zwischen ihnen auszudrücken; und die Schwierigkeit, alles zu visualisieren. Die Auswahl der richtigen Facetten ist entscheidend, und erfordert gute Kenntnisse der zu klassifizierenden Objekte und der Benutzer, aber das trifft auf jede Sorte der Klassifikation oder Organisation zu. Der Mangel am Ausdruck von Beziehungen zwischen den Facetten ist ein Problem, das hier nicht behandelt wird. Wir werden annehmen, dass die Objekte den Benutzern gut bekannt sind und sie Beziehungen aus ihren eigenen Kenntnissen ableiten können. Die Schwierigkeit der Visualisierung betreffend bemerkt Kwasnick (1999, 42): „Informationstechnologie lässt auf neue, multidimensionale Visualisierungsmöglichkeiten und auf die Entwicklung computergestützter Wege hoffen, Muster und Anomalien zu entdecken, die vielleicht zu neuen Kenntnissen führen können.“ Wir werden sehen, dass das Web dieses Versprechen erfüllt.
Ein tatsächliches Beispiel wird helfen, die Prozesse und Prinzipien zu erläutern, die ich zeigen werde. Ich entschied mich als Domäne (wie wir den Satz von Dingen nennen, die klassifiziert werden sollen), einen kleinen Satz von handelsüblichen Produkten auszuwählen: Geschirrspülreiniger.
Diese Domäne dient unserem Zweck aus einer Anzahl von Gründen: sie ist bekannt; sie ist ziemlich klein (obwohl größer, als man denken könnte, ohne Supermarktregale geprüft zu haben); die verwendete Sprache ist einigermaßen eingeschränkt; und, wie wir später sehen, dient es ns als ein gutes Beispiel, wie man eine kleine Klassifizierung auf eine größere ausdehnen kann.
Ich besuchte den größten Supermarkt in meiner Nachbarschaft und schrieb die Namen aller Reinigungsmittel aus den Regalen auf. Ich habe ihre Reihenfolge leicht umgeordnet, aber sie waren fast genau so einsortiert – beachten Sie die Klassifikationen des Supermarktes, um die Produkte dem Käufer zu präsentieren:
Geschirrreiniger, flüssig: Cascade Pure Rinse Formula; Electrasol lemon gel; No Name lemon gel; Palmolive spring blossom gel
Geschirrreiniger, Pulver: Cascade Complete; Cascade, fresh scent; Electrasol Double Action, fresh scent; No Name Premium Formula; No Name Premium Formula, lemon-scented; Sunlight Lemon Fresh
Gel: Electrasol Gelpacs, orange blossom
Tabletten: Electrasol tabs; No Name Premium Formula tablets
Flüssighandwaschmittel: Ivory Classic; No Name Liquid Dish Detergent, lemon-scented; Palmolive Aroma Therapy, Lavender and Ylang Ylang; Palmolive Aroma Therapy, Mandarin and Green Tea Essence; Palmolive Original; Palmolive Spring Sensations, Fresh Green Apple; Palmolive Spring Sensations, Ocean Breeze; Palmolive Spring Sensations, Orchard Fresh; Palmolive, antibacterial; President's Choice Antibacterial Hand Soap & Dishwashing Liquid; President's Choice Invigorating Aroma Therapy, Passion Flower; President's Choice Relaxing Aroma Therapy, Ruby Red Grapefruit; President's Choice Tough on Grease; Sunlight, antibacterial; Sunlight, lemon fresh
Der Einfachheit halber ignorieren wir die Größe und den Preis der Produkte. Unser Zielpublikum werden Konsumenten sein. Chemiker und Ingenieure, die mit Seifen und Haushaltsreinigungsprodukten arbeiten, würden anderen Bedarf haben und benötigten eine andere Klassifizierung. Im nächsten Abschnitt nehmen wir diese Artikel und bauen eine Klassifizierung, die ein Supermarkt benutzen könnte, Käufern zu helfen, das Reinigungsmittel zu finden und zu kaufen, welches sie haben wollen.
Dieser Abschnitt beschreibt ein sieben Schritte Verfahren zum Erstellen von Facettenklassifikationen, basierend auf der Arbeit von B.C. Vickery (1960) und Louise Spiteri (1998). Wir beginnen jedoch damit, uns einige vorhandene Facettenklassifikationen anzusehen, um zu sehen, wie sie gestaltet sind, und welche Ideen sie für das Herstellen von neuen Klassifikationen bieten.
Lassen Sie uns zuerst zwei der drei bekanntesten facettierten Universalklassifikationssysteme ansehen: die Doppelpunkt-Klassifikation (Colon Classification) und die zweite Auflage der Bliss Bibliographic Classification (BC2). S.R Ranganathans Doppelpunkt-Klassifikation hat fünf Facetten, die schon Klassiker sind (sehen Sie bei Ranganathan (1962) nach, unter seinen vielen Büchern, für eine Einführung in Facetten, und wie man sie verwenden kann):
Diese fünf, bekannt als PMEST [Personality, Matter, Energy, Space, Time], können für Sie ausreichend sein. Wenn Sie mehr brauchen, suchen Sie bei BC2 nach Ideen (Broughton 2001, 79):
Vanda Broughton, eine der Herausgeber von BC2 sagte, „diese fundamentalen dreizehn Kategorien wurden für die Analyse von Vokabular in fast allen Bereichen des Wissens als ausreichend erkannt. Es ist jedoch ziemlich wahrscheinlich, dass andere allgemeine Kategorien existieren; es ist sicher der Fall, dass es bereichspezifische Kategorien gibt, wie jene von Form und Genre im Bereich der Literatur“ (2001, 79-80). BC2 ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um zu überlegen, wie man eine Facettenklassifikation machen kann. Die BC2 Facetten können umbenannt und bearbeitet werden, um besonderen Umständen zu genügen.
Vickery, ein Mitglied der Klassifikationsforschungsgruppe, hatte andere allgemeine Vorschläge:
„Wie bei diesen [allgemeinen Kategorien], können in jeder wissenschaftlichen Klassifikation mehrere Begriffe auf mehrere Punkte in der Kombinationsformel anwendbar sein. Zum Beispiel, kann jede Eigenschaft oder Prozess eine allgemeine Eigenschaft haben: Rate, Variation, und so weiter. Es gibt allgemeine Anwendungen auf Eigenschaften (z.B. das Messen) und auf Prozesse (z.B. Einleitung, Kontrolle). Es gibt auch mehrere Anwendungen den Apparat betreffend (Ausrüstung, Instrumente), wie Design und Wartung. Letztlich gibt es mehrere allgemeine logische oder geistige Operationen: Vergleich, Erklärung und so weiter. [Vickery zitiert dann andere Sätze von grundsätzlichen Kategorien, wie Shera und Egan] Agent, Tat, Werkzeuge, Gegenstand einer Handlung, der Zeit, des Raums, und des Produktes. Barbara Kyle hat von natürlichen Phänomenen, Artefakten, Tätigkeiten, und »Absichten, Zielen, Ideen, und Auszügen« geschrieben. De Grolier schlägt die »konstanten Kategorien« Zeit, Raum, und Handlung, sowie die »Variablen«, Substanz, Organ, analytisch, synthetisch, Eigentums, Form und Organisation vor. (1960, 23-24)“
Je kleiner der Wirkungsbereich, desto spezifischer und detaillierter können Facetten werden. Es macht wenig Sinn, sich mit den Komplikationen zu beschäftigen, die damit verbunden sind, die Welt des Wissens zu organisieren. Das System kann so präzise wie nötig sein, um seinen Zweck zu erfüllen. Hier folgen einige Beispiele kleinerer Klassifikationen, beginnend mit dem Art & Architecture Thesaurus (Petersen 1994, 26), der eigentlich kein Klassifikations- schema ist, sondern vielmehr facettiert ist. Beachten Sie, inwiefern einige Klassifikationen auf Ranganathans Persönlichkeit, Materie, Energie, Raum und Zeit basieren
Epicurious ist eine Website zum Thema Kochen, und organisiert Rezepte auf folgende Weise:
Vickery (1975, 189-192) beschreibt ein Klassifikationsschema für Behälter:
Es wird Zeiten geben, wenn vier oder fünf Facetten nicht genug sind. Die Boden-Klassifikation von Vickery (1960, 20-21) brauchte achtzehn:
Die Internationale Sematech Halbleiter-Dienstleistungsgruppe, Teil eines internationalen Konsortiums von Halbleiterherstellern, verwendet sehr spezifische Kategorien, die für die meisten Menschen außerhalb dieses Feldes (Internationaler Sematech 2003) keinen Sinn machen werden. Diese Kategorien scheinen eine Mischung aus speziellen Materie-, Raum-, und Energie-Facetten zu sein, aber es werden keine Definitionen gegebenen, weshalb es schwierig einzuschätzen ist. Bei einer kleinen oder erfahrenen Anzahl von Benutzern besteht eine große Freiheit, präzise und knapp zu sein:
Lillian Vernon Online bietet einen Geschenkfinder auf der Website an, bei dem die Benutzer die Auswahl an möglichen Geschenken einschränken können, indem sie aus vier Facetten auswählen. Abhängig von den Suchbeschränkungen wird einiges aus einer Auswahl an Produkten für das Reisen, das Badezimmer, Schlafzimmer, Küche, Garten, oder das Büro aufgelistet.
Die Seite bietet noch zwei weitere Optionen: man lässt den Benutzer die Ergebnisse auf Geschenke einengen die personifiziert werden können; die andere Option steuert die Sortierung der Ergebnisse: nach Produktname oder nach zunehmenden oder absteigenden Kosten. Jede kommerzielle Klassifikation wird eine Kosten- oder Preisfacette brauchen.
Louise Spiteri (1998) analysierte die komplizierten Regelwerke, in welchen Ranganathan und die Klassifikationsforschungsgruppe festgelegt hatten, wie man facettierte Klassifikationssysteme macht, und erstellte ihr eigenes, einfacheres Regelwerk. Sie tat dies in erster Linie, um ein Werkzeug für Bibliotheks- und Informationswissenschaftsstudenten zu haben, bemerkt aber, dass „das Modell von Designern von Facettenklassifikationssystemen und IR [Information Retrieval] Thesauren verwendet werden konnte, weil jene Designer auch eine Vielfalt von Quellen befragen müssten, um die für ihre Arbeit erforderlichen Grundsätze der Facettenanalyse erhalten zu können“ (1998, 4). Die Grundsätze von Spiteri sind gezielt und umfassend und werden das Rückgrat des unten dargelegten Verfahrens bilden.
Spiteri folgt Ranganathan und teilt Klassifikation in drei Teile: „die Idee-Ebene, die den Prozess beinhaltet, ein betrachtetes Feld in seinen Bestandteilen zu analysieren; die Verbale Ebene, die den Prozess beinhaltet, passende Begriffe zu wählen, um die Bestandteile auszudrücken; und die Notationsebene, die das Verfahren einschließt, diese Bestandteile mittels einer Notation auszudrücken“ (1998, 5). Von der Idee- (die Spiteri in zwei Teile teilt) über die Verbale Ebene zur Notationsebene zu gehen bringt uns von der Idee zum Wort bis zur Zahl, vom Allgemeinen Konzept zur Beschreibung durch ein kontrolliertes Vokabular bis zur Umwandlung dieser Begriffe in Notation. Der letzte Schritt der Notations-Ebene wird – aufgrund dessen, wie das Web arbeitet – für uns weniger wichtig als die anderen Schritte sein.
Hier sind die Grundsätze von Spiteris Modell, um Facettenklassifikation zu erstellen:
Idee-Ebene: Grundsätze für die Wahl von Facetten
a) Unterscheidung: „um eine Entität in ihre Bestandteile zu zerlegen, ist es wichtig, Unterscheidungsmerkmale zu verwenden (d.h. Facetten), die sich deutlich innerhalb der Bestandteile unterscheiden“ (Spiteri 1998, 5). Zum Beispiel, Menschen nach Geschlecht einzuteilen.
b) Relevanz: „bei der Wahl der Facetten, die die zu betrachtenden Dinge einteilen sollen, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Facetten Zweck, Thema, und Umfang des Klassifikationssystems widerspiegeln“ (1998, 6)
c) Bestimmbarkeit: „es ist wichtig Facetten zu wählen, die definiert sind und nachgeprüft werden können“ (1998, 6)
d) Dauerhaftigkeit: Facetten sollten „dauerhafte Eigenschaften der zu teilenden Entität darstellen“ (1998, 18)
e) Homogenität: „Facetten müssen homogen sein“ (1998, 18)
f) Gegenseitiges Ausschließen: Facetten müssen „gegenseitig ausschließend sein“, „jede Facette muss ein einziges Unterscheidungsmerkmal vertreten“ (1998, 18)
g) Fundamentale Kategorien: „es gibt keine allen Themen zugrundeliegenden Kategorien, und ... Kategorien sollten auf der Natur des zu klassifizierenden Subjekts beruhen“ (1998, 18-19)
Idee-Ebene: Grundsätze für die Zitierreihenfolge von Facetten und Fokussen
a) Relevante Abfolge: „die Zitierreihenfolge der Facetten [und Fokusse] sollte für Natur, Thema, und Umfang des Klassifikationssystems relevant sein“ (1998, 21-22). Vorschläge: zeitliche Reihenfolge, alphabetische Reihenfolge, räumliche oder geometrische Ordnung, vom Einfachen zum Komplexen, vom Komplexen zum Einfachen, kanonisch, zunehmende oder abnehmende Menge.
b) Konsistente Folge: „sobald eine Zitierreihenfolge von Facetten für ein Klassifikationssystem etabliert worden ist, sollte sie nicht modifiziert werden solange es keine Änderung im Zweck, Thema, oder Umfang des Systems gibt“ (1998, 7-8). Wir werden dies ignorieren, wenn wir den Facetten erlauben, umsortiert zu werden.
Verbale Ebene
a) Zusammenhang: „die Bedeutung eines einzelnen Begriffes bestimmt dessen Kontext der auf seiner Position im Klassifikationssystem beruht“ (1998, 11). Zum Beispiel können London, Ontario, und London, England, zusammenhanglos als „London“ identifiziert werden, und welches gemeint ist, kann dadurch erkannt werden, ob der Teil der Klassifikation für Städte in Ontario oder England gilt.
b) Aktualität: „die in einem Klassifikationssystem verwendete Fachsprache sollte den gegenwärtigen Gebrauch im betrachteten Gebiet widerspiegeln“ (1998, 11). Das bedeutet, dass das System regelmäßige Aufmerksamkeit und Durchsicht erfordern wird.
Notationsebene
a) Synonym: „jedes Subjekt kann nur durch eine einzige Klassen-Nummer dargestellt werden“ (1998, 12)
b) Homonym: „jede Klassen-Nummer kann nur ein einziges Subjekt darstellen“ (1998, 12)
c) Gastfreundschaft: „Die Notation sollte das Hinzufügen neuer Subjekte, Facetten und Fokusse, ins Klassifikationssystem jeder Zeit erlauben“ (1998, 20)
d) Ablage Reihenfolge: „ein Notationssystem sollte die Ablageordnung von Subjekten widerspiegeln. Dieser Typ der Notation würde die Zitierreihenfolge widerspiegeln, die dem Klassifikationssystem unterliegt“ (1998, 20)
Vickery hatte vier Schritte, um ein facettiertes Klassifikationsschema zu erstellen: erstens „die Essenz der Facettenanalyse ist das Sortieren von Begriffen in einem gegebenen Feld von Kenntnissen in homogene, gegenseitig exklusive Facetten, jede vom elterlichen Universum durch eine einzige charakteristische Unterteilung abstammend“ (1960, 12). Dem folgen die drei Schritte: „(i) eine Reihenfolge bestimmen, in der die Facetten benutzt werden um zusammengesetzte Schlagwortrubriken zu konstruieren, (ii) eine Notation anwenden, die eine völlig flexible Kombination von Begriffen erlaubt, die erforderlich ist, und die die Dinge in eine bevorzugte Ablagereihenfolge bringt, und (iii), den facettierten Plan auf solche Art und Weise zu verwenden, dass sowohl spezifische Verweise als auch der erforderliche Grad allgemeinen Überblicks möglich sind“ (1960, 13). Mein Verfahren, um ein Facetten-klassifikationssystem zu machen, ordnet die Schritte von Vickery um, und trägt zum Anfang und Schluss etwas bei, um es von Vorne bis Hinten zu komplettieren.
1. Sammlung. Sammeln Sie eine repräsentative Stichprobe der Entitäten. Ist der Bereich groß, nehmen Sie genug, um alle vorhergesehenen Möglichkeiten abzudecken. Verwenden Sie in einem kleinen Gebiet den ganzen Bereich.
2. Die Entitätsauflistung. Verzeichnen Sie Entitäten, indem sie Beschreibungen in Teile brechen und Wörter umordnen. Trennen Sie Sätze und Ausdrücke in ihre grundlegenden Konzepte und isolieren Sie diese Konzepte.
3. Facettenentwicklung. Untersuchen Sie die resultierenden Begriffe und beachten Sie, welche allgemeinen Kategorien auf höchster Ebene über alle Entitäten hinweg auftauchen. Studieren Sie diese und reduzieren Sie sie zu einer Gruppe sich gegenseitig ausschließender und gemeinsam ergänzender Facetten, in der alle Begriffe vom vorherigen Schritt passen. Das ist die Idee-Ebene, gebrauchen Sie als Richtlinien die Grundsätze für die Wahl von Facetten. Verwenden Sie die Doppelpunkt-Klassifikation und BC2's Facetten als Startpunkte, und bedienen Sie sich zur Inspiration aus anderen Klassifikationen. Wie Foskett (2003, 1064) es ausdrückte:
„Beim Anwenden der Facettenanalyse auf ein Thema ist der erste Schritt, eine repräsentative Stichprobe der Literatur zu untersuchen und das Thema jedes Artikels, Buches, oder Auszugs aufzuzählen. Es wird bald klar, dass die Begriffe gemäß ihrer Beziehung zum Thema und zueinander gruppiert werden können, dass sie, tatsächlich, die verschiedenen Aspekte des Themas darstellen, von denen jeder gesondert von den anderen, zumindest konzeptionell, studiert werden kann, wenn es auch in der Praxis unmöglich sein kann, sie in Gruppen von statischen Einheiten, abgesondert von den Phänomenen in denen sie beobachtet werden, zu trennen.“
Broughton (2001, 79) sagt zum Durchführen dieses Schritts mit BC2's Kategorien:
„Die kategorische Analyse kann auf einer funktionalen Basis betrachtet werden, wobei es zwei verschiedene Typen von Funktionalität gibt: sprachliche Funktion und gebräuchliche Funktion. Hauptsächlich stellen die Kategorien einen »Produktionsprozess« dar, und sind für die Analyse und Organisation von Begriffen in der Technologie besonders passend (wo sie ursprünglich entwickelt wurden). Bei der Analyse eines gegebenen Feldes kann man fragen, was getan (oder erzeugt) wird, was seine Teile und Eigenschaften sind, wie das erreicht wird, durch welche Mittel und von wem, wo und wann.“
Erinnern Sie sich an den Zweck der Klassifikation und ihre Benutzer. Wer wird sie verwenden? Warum? Werden sie sie durchsuchen, durchstöbern, oder beides? Wie gut kennen sie das Thema? Bedenken Sie immer, dass die Klassifikation von Benutzern verwendet werden soll.
4. Facetten-Arrangement. Ordnen Sie zuerst testweise alle Begriffe (jetzt als „Fokusse“, oder einzeln, als „Fokus“ bekannt) den Facetten zu. Verwenden Sie die Grundsätze für die Zitierreihenfolge von Facetten und Fokussen als Richtlinie. Möglich, dass Sie einige marginale Begriffe haben, die nirgends richtig Platz gefunden haben – wir werden dieses Problem später diskutieren. Wenn die Fokusse dargelegt worden sind, machen Sie eine Testklassifikation, und stellen Sie sicher, dass alle ursprünglichen Entitäten beschrieben werden können, indem Fokusse aus Facetten herausgepickt werden können. Wenn etwas nicht bedacht wurde, gehen Sie zurück und analysieren oder ordnen Sie die Begriffe neu.
Zweitens, nachdem sich die grobe Klassifikation als brauchbar gezeigt hat, erstellen Sie die finale Facettenordnung, indem Sie die Grundsätze für die Zitierreihenfolge von Facetten und Fokussen verwenden. An diesem Punkt arbeiten Sie sowohl auf Idee-Ebene als auch auf Verbaler Ebene, beachten Sie die entsprechenden Regeln. Kwasnick (1999, 39-40) sagt von dieser Stufe „jede Facette kann, ihre eigene Logik und Befugnis und ihre eigene klassifikatorische Struktur verwendend, entwickelt/ausgebreitet werden. Zum Beispiel, [im Kunst- und Architektur Thesaurus] kann die Periode-Facette als eine Zeitachse entwickelt werden; die Material-Facette kann eine Hierarchie sein; die Ort-Facette teilweise oder ganz ein Baum, und so weiter.“ Es steht Ihnen frei zu verwenden, was auch immer am besten ist.
Jetzt müssen Sie sich für ein kontrolliertes Vokabular entscheiden, falls Sie nicht bereits natürlicherweise eines benutzt haben. Fokusse sind offizielle Wörter und Ausdrücke, die immer für die Konzepte oder Dinge, die sie vertreten, verwendet werden. Andere Begriffe müssen in vorhandene Fokusse übersetzt werden. Zum Beispiel, wenn Sie Dosengemüse klassifizieren, ist jetzt die Zeit, wo Sie zwischen chick peas und garbanzo beans wählen. Solche Autorität und Vokabularkontrolle ist ein kompliziertes Feld und ist außerhalb des Umfangs dieser Veröffentlichung, aber wie auch immer Sie es behandeln, Benutzer und andere Klassifizierer müssen von ihren eigenen Worten zu Ihrer gewählten Fachsprache geführt werden. Ohne dies wird das System für niemanden außer Ihnen funktionieren.
5. Zitierreihenfolge. Das ist die Notationelle Ebene. Kwasnick (1999, 40), sagt, „Beim Organisieren der klassifizierten Gegenstände wählen Sie eine primäre Facette, die das Hauptattribut und eine Zitierreihenfolge für die anderen Facetten bestimmen wird. Dieser Schritt ist nicht erforderlich und gilt nur in jenen Situationen, wo eine physische (aber nicht eine rein intellektuelle) Organisation gewünscht wird.“ Sie meint zum Beispiel Bibliotheksregale oder gedruckte Bibliografien. Im Web können wir die Ordnung so veränderbar wie nötig machen, so wie wir es haben wollen. Entscheiden Sie sich jedoch für eine standardisierte Zitierreihenfolge, welche die Weise zugrunde legt, wie Dinge innerhalb der Webseite angeordnet werden. Diese sollte für alle Benutzer einsichtig, verständlich, und nützlich sein. Erfahrene oder neugierige Benutzer können die Reihenfolge umordnen, wenn sie es wünschen und wenn es ihnen gestattet ist, aber die meisten Menschen werden die angebotene Grundansicht verwenden.
6. Klassifikation. Das Klassifikationssystem ist nun fertig. Verwenden Sie es, um alles im gegebenen Bereich zu klassifizieren. Analysieren Sie die Entitäten, die die Facetten verwenden, und wenden Sie die richtigen Fokusse an, um jede Entität zu beschreiben.
7. Durchsehen, Prüfen und Warten. Wenn es irgendwelche Probleme in Schritt 6 gab, gehen sie soviel Schritte zurück wie notwendig, um das Problem zu lösen. Vielleicht finden Sie, dass die Einordnung von Fokussen in einer Facette geändert werden muss, oder dass einige Fokusse fehlen, oder dass sogar Ihre Wahl von Facetten ungenau oder falsch ist. Gehen Sie durch die Schritte zurück, bis Sie im Stande sind, alles zu Ihrer Zufriedenheit zu klassifizieren. Testen Sie es mit Benutzern (wie man dies macht, ist leider außerhalb des Umfangs dieser Arbeit), und nehmen Sie notwendige Änderungen vor. Bereiten Sie sich schließlich vor, die Klassifikation regelmäßig zu warten: aktualisieren Sie die Fachsprache wenn sie sich ändert; stellen Sie sicher, dass alle neuen Entitäten klar und genau klassifiziert werden können; und stellen Sie sicher, dass Facetten und Fokusse ausreichen, um das Gebiet zu handhaben, wenn es sich mit der Zeit ändert. Sie werden Fokusse hinzufügen oder umordnen müssen, eine neue Facette hinzunehmen, oder eines Tages sogar eine ganz neue Klassifikation machen müssen.
Jetzt werden wir die oben genannten sieben Regeln auf das Gebiet von Geschirrspülmitteln so anwenden, wie unter 1.3 beschrieben wurde. Schritt 1, Bereichssammlung, wurde erledigt. Schritt 2, die Entitätsauflistung, wurde auch erledigt: die Produktnamen wurden bereits in enthaltene Konzepte wie Markenname, Produktname, Geruch usw. aufgeteilt. Das macht Schritt 3, Facettenentwicklung, leichter.
Mit der Facettenentwicklung wollen wir beginnen, indem wir nachsehen, welche allgemeinen, high level Kategorien über alle Entitäten hinweg erscheinen. Einige fallen auf: Markenname (Ivory, Palmolive, Cascade); Form (Spülflüssigkeit, Spülpulver, Handwaschmittel); Geruch (Zitrone, Ozeanbrise). Die Klassifikation ist für Einkäufer gedacht, also ist der Markenname der richtige Name für diese Facette, wenn aber die Klassifikation für Lagerhaltung gedacht wäre, würden wir Hersteller oder Verteiler verzeichnen wollen. Ist die Form Kategorie brauchbar? Bei näherer Überprüfung können wir sehen, dass sie den Grundsatz der Gleichartigkeit verletzt. Es gibt hierbei tatsächlich zwei Dinge: die physische Form des Spülmittels (Flüssigkeit, Gel, Pulver), und wie die Reinigung erfolgt (maschinell oder von Hand). Lassen Sie uns die erste Kategorie Form, und die zweite (nach BC2) Benutzer nennen. Letztendlich verbirgt sich natürlich eine Person hinter der Reinigung, aber Benutzer wird bedeuten, wie die Reinigung durchgeführt wird - durch die Maschine oder von Hand.
Markenname, Form, Benutzer und Geruch passen auf fast alle Wörter und Ausdrücke in der Entitätsauflistung, aber das antibakterielle Sunlight und die Aromatherapie-Produkte bleiben uns noch. Die antibakterielle Eigenschaft passt zu keiner der Kategorien, die wir bereits erstellt haben, und unterscheidet sich ziemlich von ihnen, deshalb wird es eine eigene benötigen. Wir werden keine Ja/Nein antibakterielle Kategorie verwenden, weil Facetten mehr als Ein/Aus-Schalter sein sollten. Die Eigenschaft bezieht sich vielleicht mehr auf das Kaffee-Fleck-Bekämpfen eines Reinigungsmittels, oder auf etwas, das weiße Teller weißer macht. Spezielle Reinigungseigenschaft? Die gesamte Klassifikation behandelt die Reinigung. Besondere Eigenschaft? Das ist ein bisschen ungeschickt, aber das wird’s tun. Bezüglich der Aromatherapie-Reinigungsmittel können wir sehen, dass sich diese Eigenschaft von allen anderen unterscheidet, weil es den Nutzer des Reinigungsmittels, und nicht das Geschirr, betrifft (das behauptet es zumindest). Das ist der Zugabe von Hautlotion ähnlich, um zu verhindern, dass Haut aufspringt. Das passt in keine der allgemeinen BC2 Kategorien, aber die Facette „Einfluss auf den Benutzer“ würde es handhaben können - aber nur, wenn der Benutzer eine Person ist. Und wenn das Reinigungsmittel zur Langlebigkeit einer Spülmaschine beiträgt? Das ist grundsätzlich dieselbe Idee, also ist „Wirkung auf Agent“ eine bessere Bezeichnung.
Gehorchen diese Facetten den Grundsätzen von Spiteri? Der Grundsatz der Unterscheidung hält stand: die Facetten werden eindeutige Unterscheidungen der verschiedenen Aspekte der Entitäten möglich machen. Der Grundsatz der Relevanz hält stand: dies sind alles wichtige Dinge, die man wissen sollte, wenn man ein Reinigungsmittel kauft. Der Grundsatz der Bestimmbarkeit hält stand: wir können alles was wir gerade brauchen erfahren, indem wir das Etikett lesen. Der Grundsatz der Dauerhaftigkeit hält stand: die Reinigungsmittel werden sich von selbst nicht von Flüssigkeit zu Pulver verwandeln, noch wird ein Obstgarten- frischer Geruch sich in den berauschenden Geruch von Ylang Ylang verwandeln. Der Grundsatz der Gleichartigkeit hält stand, ebenso wie der Grundsatz der Gegenseitigen Exklusivität. Schließlich hält auch der Grundsatz der Grundsätzlichen Kategorien: wir haben die Facetten (alle die möglich waren, zumindest) nach Art und Zweck der Reinigungsmittel abgeleitet. Die Grundsätze von Spiteri werden alle erfüllt.
Dennoch können die Facetten angezweifelt werden. Man kann beispielsweise argumentieren, dass Geruch tatsächlich ein Effekt ist, der auf die ultimative Komponente, den Mensch, der das Geschirr spült oder die Maschine laufen lässt, wirkt. Philosophen würden sagen, dass die Form des Reinigungsmittels eine primäre Qualität ist, untrennbar vom Gegenstand, Geruch hingegen eine sekundäre Qualität, in der Person entstanden die ihn riecht. Den Fokus auf Geruch gerichtet: was genau ist „Ozeanbrise“ und „Obstgarten frisch“? Wie riechen rubinrote Grapefruits anders als andere Grapefruits? Aber so sind die gebrauchten Bezeichnungen, daher werden wir mit ihnen arbeiten, egal wie lächerlich sie auch sind. Ebenso sollten die Aromatherapie-Reinigungsmittel mit Geruch in eine übergreifende Facette zusammengelegt werden, da sie sich alle auf einen Effekt beim Menschen beziehen der das Produkt verwendet. Oder vielleicht auch nicht. Unsere Facetten scheinen schon passend für die Bedürfnisse der Klassifikation, daher werden wir sie so lassen, wie sie sind.
Betrachten wir Stufe 4, Facetten-Anordnung, so haben wir Markennamen, Form, Benutzer, Wirkung, Geruch, und Spezielle Eigenschaft. Jetzt müssen wir die Fokusse jenen Kategorien zuordnen.
Markenname: Cascade, Electrasol, Ivory, No Name, Palmolive, President's Choice, Sunlight
Form: Gel, Gelpac, Flüssigkeit, Pulver, Tablette
Benutzer: Spülmaschine, Person
Wirkung auf Agent: Aromatherapie (mit Unterteilungen oder Subfokussen: belebend, entspannend)
Geruch: grüner Apfel, Lavendel und Ylang Ylang, Zitrone, Mandarine und grüner Tee, Ozeanbrise, Orangenblüte, Obstgarten frisch, Passionsblume, rubinrote Grapefruit
Spezielle Eigenschaft: antibakteriell
Eine Kontrolle wird zeigen, dass alle Reinigungsmittel mit diesen Facetten und Fokussen klassifiziert werden können. Das Ordnen der Fokusse ist in alphabetischer Reihenfolge am einfachsten und am passendsten, weil es keine andere vernünftige Weise gibt sie zu ordnen (nationaler Ursprung des Herstellers, zum Beispiel, oder die botanischen Klassifikation der Quelle des Geruchs), der unseren Benutzern, den Einkäufern, helfen würde. Dies folgt dem Grundsatz der Relevanten Folge. Der einzige ungewöhnliche Fall sind hier die zwei Arten der Aromatherapie in Wirkung auf den Agenten. Ich habe hier den Fokus Aroma-Therapie in zwei Subfokusse, belebend und entspannend, unterteilt. Beim Geruch werden wir die kombinierten Gerüche („Lavendel und Ylang Ylang“) in ihre Bestandteile zerlegen, und sie dann später wieder zusammenfügen müssen, wenn die Entitäten klassifiziert worden sind. Es ist für zwei Fokusse in derselben Facette vollkommen legal, sich auf eine Entität zu beziehen. Wenn mehrere gelten, können sie individuell behandelt, oder, wenn es viele gibt, auch zusammen in eine größere Klasse gruppiert werden. Wir könnten „Mandarine“ und „Orangenblüte“ irgendwie zusammen unter „Orangen“ gruppieren, aber der Einfachheit halber werden wir sie lassen, wie sie sind.
Schritt 5 ist die Begriffsreihenfolge. Ist die obige Reihenfolge (Markenname, Form, Benutzer, Wirkung auf Benutzer, Geruch, Spezielle Eigenschaft) zufriedenstellend? Wir werden den Grundsatz der Relevanten Reihenfolge dieses Mal auf die Facetten wiederholt anwenden. Wenn Leute nach einem Reinigungsmittel suchen, denken sie zunächst daran, welcher Benutzer die Reinigung durchführen wird (eine Person oder eine Spülmaschine), und welche Form gebraucht wird. Danach schauen sie wahrscheinlich nach einem Markennamen, weil sie eine Lieblingsmarke haben und sie dabei bleiben wollen. Danach ist Geruch wahrscheinlich die am nächsten interessante Facette, und dann können Wirkung auf Agent und Spezielle Eigenschaft folgen. Das wird die bevorzugte Zitierreihenfolge sein, aber wenn alles ins Netz geht, können wir Nutzer die Facetten nach ihrer Neigung umsortieren lassen. (Das wird Benutzern erlauben, durch die Klassifikation zu navigieren und zu stöbern, entsprechend dem Scannen von Einkaufsregalen. Die meisten Einkäufer werden dasselbe Reinigungsmittel nehmen, welches sie immer kaufen, was der Known-Item Search entspricht.)
Hier ist die endgültige Form des Klassifikationsschemas:
Benutzer: Spülmaschine, Person
Form: Gel, Gelpac, Flüssigkeit, Pulver, Tablette
Markenname: Cascade, Electrasol, Ivory, namenlos, Palmolive, President's Choice, Sunlight
Geruch: grüner Apfel, grüner Tee, Lavendel, Zitrone, Mandarine, Ozeanbrise, Orangenblüte, obstgartenfrisch, Passionsblume, rubinrote Grapefruit, Ylang Ylang
Wirkung auf Agent: Aromatherapie (Unterabteilungen: belebend, entspannend)
Spezielle Eigenschaft: antibakteriell
Schritt 6 ist die Klassifikation. Zum Beispiel, würde „President's Choice antibakterielle Handseife und Spülmittel“ folgendes sein:
Benutzer: Person
Form: Flüssigkeit
Markenname: President's Choice
Geruch: (keiner)
Wirkung auf Agent: (keine)
Spezielle Eigenschaft: antibakteriell
„Palmolive Aroma Therapie, Lavendel und Ylang Ylang“ wäre:
Benutzer: Person
Form: Flüssigkeit
Markenname: Palmolive
Geruch: Lavendel, Ylang Ylang
Wirkung auf Agent: Aromatherapie
Besondere Eigenschaft: (keine)
Wir werden Schritt 7, Durchsicht, Test, und Wartung auslassen, da wir keine Benutzer haben, um sie zu befragen.
Irgendwann wird jede kontrollierte Klassifikation etwas behandeln müssen, was nicht wirklich passt. Vickery (1960, 16-19) bietet einige Wege an, mit dieser Situationen umzugehen. Wenn einige ungewöhnliche aber verwandte Begriffe erscheinen, ist eine Lösung, sich auf eine andere Klassifikation zu stützen, die sie vollständig behandelt. Vickerys Beispiel der Boden-Klassifikation schließt chemische Substanzen ein. Einige werden in der Klassifikation verzeichnet, aber andere können, wenn erforderlich, einen „anderen“ Fokus so unterteilen, wie sie in einer anderen Klassifikation gehandhabt werden. „Andere“ ist immer ein günstiger Platz, irgendetwas unterzubringen, was kein richtiges Zuhause hat, es ist allerdings kein Ort, an dem Dinge leicht zu finden sind.
Wenn die Unstimmigkeit gravierender ist, als nur ein oder zwei fehlende Begriffe, kann die Entität als etwas klassifiziert werden, das verwandt ist, selbst wenn die Beziehung dürftig ist und nur in der Weise besteht wie Nutzer Dinge assoziieren. Vickerys Beispiel handelt von einer Versicherungsklassifikation, wobei ein Buch über die Textilindustrie als „Feuerversicherung: Textilindustrie“ abgelegt wird. Wenn auch das Buch selbst nicht von Versicherungen handelt, ist Feuerversicherung der Grund, warum Benutzer über die Textilindustrie lesen.
In unserem Geschirrreiniger-Beispiel wären als eine potenzielle Randentität Produkte denkbar, die Streifen auf Gläsern verhindern. Manchmal wird dies ein Bestandteil des Reinigungsmittels sein, in welchem Fall wir es unter Spezielle Eigenschaft einordnen würden. Ein eigenständiges Antistreifenmittel würde in unsere Klassifikation passen, wenn wir die Tatsache ignorieren, dass es kein Geschirrreiniger ist und den Antistreifenaspekt in einer Notiz oder Anmerkung isolieren. Wenn zwei solche Produkte auf dieselbe Weise behandelt würden, würde es keinen Weg geben, ihre gemeinsame Eigenschaft zu verbinden. In diesem Fall müssten wir über das Hinzufügen einer neuen Facette nachdenken.
Wenn zu viele Dinge unter „Andere“ abgelegt werden, oder wichtige Aspekte ihrer Art ignoriert werden müssen, überprüfen Sie nochmals die Klassifikation und schauen Sie, ob eine Neuordnung oder eine neue Facette benötigt wird. Folgen Sie den obigen Regeln, um zu sehen, was die Facette sein sollte. Wenn die Änderung erfolgt ist, sollten nach einer Wiederklassifizierung alle Randentitäten ein neues Zuhause finden und leicht auffindbar sein. Im Geschirrreiniger-Beispiel wäre es, wegen den Facetten die wir gewählt haben, leicht, die Klassifikation zu erweitern, um andere Reinigungsprodukte einzubringen. Die Klassifikation ist für Geschirrreiniger, und jedes jener Wortbestandteile könnte der Anfang einer neuen Facette sein: das „Geschirr“ ist der Gegenstand, der gereinigt wird, und ein „Reiniger“ ist in diesem Fall eine besondere Art Reinigungsmittel, chemisch verschieden von Bleichmittel, Ammoniak, oder Seife. (Es könnte tatsächlich sein, dass wir Seifen und Reinigungsmittel in unserer Betrachtung vermischen, ohne deren Unterschied zu berücksichtigen, aber für unsere Zwecke ist dies bedeutungslos). Würden wir zum Beispiel „Gegenstand“ und „Reinigungsmitteltyp“ als Facetten hinzufügen, könnten wir auch Haarshampoos und Teppichshampoos klassifizieren (die unter der Facette „Benutzer“ einen weiteren Fokus einführen würden: Teppichreinigungsmaschinen), ebenso wie Gesichtsseifen (mögliche neue Wirkung auf Agent: die Linderung von Akne), Lysol, Vim, Ajax, Comet, Windex, und jedes andere Reinigungsprodukt. Zwei weitere Facetten, die nicht viele Fokusse hätten, würden bedeuten, dass wir eine enorme Auswahl und Anzahl von neuen Einheiten behandeln könnten. Es wäre aber nicht das Ende unserer Probleme: schließlich würde es mehr Randentitäten geben, die zu berücksichtigen wären. Passt Mundwasser dazu? Möbelpolitur? Haarkuren? Produkte, die statisches Aufladen verhindern?
Fortsetzung des Artikels: Teil 2 von 2
The Age of Findability Peter Morville, 29. April 2002 Übersetzer: Jochen Fassbender 09. Januar 2004
Der 3rd Annual Information Architecture Summit in Baltimore war der Grund für meinen ersten Aufenthalt im neuen, hochmodernen Terminal des Detroit Metropolitan Airport.
Vielleicht hätte ich mich freuen sollen, als ich mich dem Flughafen an einem kalten März-Morgen näherte. Schließlich wurde der 1,2-Milliarden-Dollar teure Northwest World Gateway als der Terminal der Zukunft angekündigt. Laut Northwest Airlines war ich im Begriff, „eine der großartigsten Reiseerfahrungen der Welt“ zu erleben.
In Wirklichkeit fühlte ich eine Beklommenheit. Ich war spät dran, was meinen Flug betrifft, und benötigte dringend eine Toilette sowie eine Tasse Kaffee in genau dieser Reihenfolge. Was ich gar nicht benötigte, war die Schwierigkeit, meinen Weg innerhalb eines neuen Flughafens zu finden.
Nachdem ich „den größten einzelnen, jemals gebauten Parking-Komplex“ dreimal auf der Suche nach einem Langzeitparkplatz umfahren habe, konnte ich schließlich nicht mehr und fragte jemand vom Sicherheitspersonal, der mir sagte, dass die Schilder für das internationale Parken zu den Langzeitparkplätzen führen. Ja natürlich!
Mehrere Höllenkreise weiter, soeben von der Sicherheitskontrolle und einer Leibesvisitation kommend, tauchte ich im beeindruckenden Zentrum der Halle A auf. Steil gewölbte Decken ragten hoch auf. Luxus-Geschäfte säumten die Halle. Direkt vor mir verschoss ein elliptischer Springbrunnen aus schwarzem Granit choreographierte, beleuchtete Fontänen, die „die durch weltweites Reisen entstehenden Verbindungen repräsentieren.“
Was ich unglücklicherweise nicht finden konnte, war ein Schild, das auf eine der 475 öffentlichen Toiletten innerhalb dieses 200.000 Quadratmeter großen Komplexes hinwies. Um eine lange und unangenehme Geschichte kurz zu machen: Ich befand mich in 10.000 Meter Höhe, bevor ich endlich meine Tasse Kaffee bekam.
Jakob Nielsen könnte sagen, dass dieser Flughafen Usability-Probleme hat. Führen Sie eine heuristische Evaluation und ein paar Benutzer-Tests durch, bringen Sie die schlimmsten Fehler in Ordnung, und Sie befinden sich auf dem richtigen Weg. Das ist das Tolle an der Usability. Sie ist auf alles anwendbar. Websites, Software, Kameras, Angelruten und Flughäfen. Es ist ein wahnsinnig einflussreiches Wort.
Lou Rosenfeld könnte sagen, dass dieser Flughafen Informationsarchitektur-Probleme hat. Aber wahrscheinlich würde er es nicht sagen. Während Landkarten und Hinweisschilder klar zum Bereich der Informationsarchitektur gehören, liegt es fern, die Bauweise von Flughäfen oder das Bitten um Feedback von frustrierten Reisenden einzubeziehen. Ob Sie wollen oder nicht, Informationsarchitektur hat seine Grenzen. Unglücklicherweise ist unsere klobige Doppelwort-Bezeichnung nicht so flexibel wie Jakobs Bezeichnung.
Deshalb sage ich, dass dieser Flughafen Findability-Probleme hat. Die Schwierigkeit, meinen Weg zu finden, dominierte alle anderen Aspekte dieses Erlebnisses. Findability ist, genau wie Usability, in breitem Maße auf alle Arten von physikalischen und virtuellen Welten anwendbar. Und, vielleicht am wichtigsten, es ist nur ein Wort!
Mit Argus Associates bauten wir eine Consulting-Firma auf, die sich auf „Informationsarchitektur“ spezialisierte, und wir schrieben ein Buch, um das Thema zu erklären und zu analysieren.
Im vergangenen Jahr wurde unsere Firma posthum(orig) beschuldigt, „Content IA“ zu praktizieren, eine abschätzige Bemerkung, die mich stört.
Es ist absolut wahr, dass wir Argonauten die Stärken und Vorlieben der Bibliothekswissenschaft auf den IA-Tisch legten. Und wir haben uns sicherlich mehr darauf konzentriert, Sites mit enorm umfangreichem Content zu strukturieren als aufgaben- und verarbeitungsorientierte Abläufe für Online-Applikationen zu entwerfen.
Dieser Schwerpunkt deutete jedoch nicht auf eine Liebe zum Content hin, sondern auf eine Begeisterung, Systeme zu entwerfen, die den Leuten helfen, das zu finden, was sie suchen.
Unglücklicherweise konnten wir diese Begeisterung nach außen hin nicht zu sehr kundtun, weil die meisten Kunden in den 90er Jahren keine „Findability“ kauften.
Am Anfang achtete man nur auf Graphiken und Programmierung. Erinnern Sie sich an die frühen Zeiten von Websites im Stil von Hochglanz-Prospekten und hyperaktiven Java-Applikationen? Später dann fragte man nach Usability, Skalierbarkeit und Handhabbarkeit. Man hatte den Schmerz gespürt, aber noch nicht genügend.
Um eine große Sache anzubieten, verkauften wir „Informationsarchitektur“, die wir in einem delikaten Balanceakt zwischen Kundennotwendigkeiten und -wünschen durchführten. Aber die ganze Zeit über behielten wir unsere tiefe Überzeugung im Auge, dass, über lange Sicht gesehen, der wichtigste und anspruchsvollste Aspekt unserer Arbeit derjenige ist, der es den Leuten gestattet, Dinge zu finden.
Wenn Sie also den Informationsarchitektur-Markennamen von Argus bezeichnen wollen, dann schlage ich bescheiden vor, dass Sie es statt Argus IA oder Content IA oder Polar Bear IA doch Findability IA nennen. Oder als etwas anderes!
[Arrows over Boxes – eine Anspielung auf Boxes and Arrows]
Erwartungsgemäß habe ich stets Versuchen widerstanden, Informationsarchitektur kanonisch zu definieren. In einer entstehenden Disziplin ist das verfrühte Festlegen ihrer Identität auf eine Schublade, oder sollte ich etwa Sarg sagen, das Letzte, was man will.
Die Informationsarchitektur hat jedoch eine neue Entwicklungsphase der Reife erreicht. Die IA-Rollenverteilungen und -Verantwortlichkeiten werden beständiger. Die IA-Community nimmt Gestalt an. Während wir Insider über Einzelheiten diskutieren, ist eine De-facto-Definition der Informationsarchitektur entstanden, die zudem einen kritischen Umfang erreicht hat. Es gibt keinen Weg zurück.
Auf der einen Seite ist das echt spannend. Für viele von uns, die in den frühen 90er Jahren zurückgezogen arbeiteten, ist dies eine Bestätigung dafür, dass unsere Vision von der Zukunft nicht völlig verrückt war.
Aber es ist auch beängstigend. Mit der Reife kommt auch die Striktheit. Wir finden uns in unserer eigenen Schublade in der Falle sitzend wieder. Und die Richtungspfeile, die uns mit verwandten Disziplinen und Herausforderungen verbinden, schauen sehr verlockend aus.
Überhaupt ist es schon ganz schön schwierig zu argumentieren, dass Content Management und Knowledge Management und Social Computing und Participation Economics alles Komponenten unter dem großen Dach der Informationsarchitektur sind. Das IA-Gebäude ist einfach nicht so groß.
Und dennoch sind wir Informationsarchitekten von diesen Themen fasziniert. Wir sehnen uns danach, aus unseren Schubladen auszubrechen und den Richtungspfeilen zu folgen.
Aus meiner Sicht bringt Findability diese Freiheit. Sie ersetzt nicht die Informationsarchitektur. Und sie ist wirklich keine Schule oder kein Markenname von Informationsarchitektur. Bei Findability geht es darum, zu erkennen, dass wir in einer multidimensionalen Welt leben und uns daraufhin für eine Erkundung über die traditionellen Grenzen hinweg entscheiden.

Findability ist nicht auf Content beschränkt. Sie ist auch nicht auf das Web beschränkt. Bei Findability geht es um das Planen von Systemen, die den Menschen helfen, das zu finden, was sie brauchen.
Selbst in der kleinen Welt des User-Experience-Designs bekommt Findability nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Interaction-Design ist attraktiver. Usability ist offensichtlicher.
Und dennoch, Findability wird letztendlich als die zentrale und sich klar abzeichnende Herausforderung für die Entwicklung von Websites, Intranets, Knowledge Management-Systemen und Online-Communitys anerkannt werden.
Weshalb? Weil die wachsende Größe und Bedeutung unserer Systeme einen gewaltigen Druck auf die Findability ausüben. Wie Lou postuliert hat: „Trotz dieses Wachstums verändern sich die Usability- und Interaction Design-Probleme nicht viel … (aber) Informationsarchitektur wird immer anspruchsvoller.“
Für diese kühne Behauptung gibt es reichlich Anhaltspunkte. Unternehmen bringen es einfach nicht, was Findability angeht. Eine z.B. vor kurzem von Vividence Research durchgeführte Untersuchung fand schlecht strukturierte Suchresultate und schlecht entworfene Informationsarchitektur als die zwei häufigsten und ernsthaftesten Usability-Probleme heraus.
Dies stimmt mit meinen Interview-Erfahrungen mit Usern von Websites und Intranets großer Konzerne überein. Einige dieser armen Leute fangen fast an zu weinen, wenn sie über ihre Frustrationen erzählen, dasjenige versuchen zu finden, was sie in diesen enormen Informationsansammlungen benötigen.
Beim IA Summit stimmte auch Usability-Experte Steve Krug dieser kühnen Behauptung zu, wobei er anmerkte, dass sein Firmenmotto nicht die Herausforderungen von Informationsarchitekten umfasst. Das Planen für Findability ist ein Spezialgebiet innovativster und anspruchsvollster Art für sich!
In den kommenden Jahren wird unsere Arbeit noch schwieriger werden. Aber das ist gut so. Denken Sie über die folgende Passage aus einem faszinierenden Artikel nach, geschrieben vom Business-Strategie-Guru Michael Porter:
Der letzte Satz bezieht sich direkt auf die Arbeit, die wir machen. Wir alle haben eine Menge schwieriger und wichtiger Arbeit vor uns. Es wird in unserer Zukunft enorm viel Findability geben.
Ich schrieb diesen Artikel, um Findability sowohl als Wort als auch als Konzept zu untersuchen. Ich bin sehr an Ihren Reaktionen interessiert. Trifft Findability den richtigen Ton? Sind Sie von der Planung auffindbarer Objekte fasziniert? Sind Sie bereit, ein Findability-Spezialist zu werden? Oder regt Sie dieses Pseudo-Wort auf? Ist Findability überbewertet? Bevorzugen Sie eine Zukunft mit teuren, wunderschönen Flughäfen, in denen man jegliche Orientierung verliert?
Es gibt eine tolle Diskussion bei Boxes and Arrows. Was ist Ihre Meinung?